Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Praxis Bewusst-Sein – Lewis Hartmann
Backesweg 61a (Hinterhof), 63477 Maintal-Dörnigheim
praxis-bewusst-sein.com · kontakt@praxis-bewusst-sein.com

Stand: 10. August 2026

§ 1 Geltungsbereich und Vertragsschluss

(1) Diese AGB gelten für Coaching, psychologische Beratung ohne Heilkunde, Paar- und Beziehungsberatung sowie Entspannungs- und Hypnoseangebote der Praxis Bewusst-Sein gegenüber Verbrauchern und Unternehmern.

(2) Ein Vertrag kommt zustande, wenn der Klient eine konkrete Leistung oder einen Termin anfragt beziehungsweise bucht und die Praxis dies bestätigt. Die Praxis kann Anfragen insbesondere bei fachlicher Nichtzuständigkeit, Kapazitätsmangel oder rechtlichen Hinderungsgründen ablehnen.

§ 2 Leistungsbild und Abgrenzung zur Heilkunde

(1) Die Praxis erbringt nichtärztliche Coaching- und Beratungsleistungen sowie Entspannungs- und Hypnoseangebote. Es werden keine Krankheiten diagnostiziert oder behandelt, keine Medikamente verordnet und keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausgestellt. Die Leistungen ersetzen keine ärztliche, psychotherapeutische oder sonstige heilkundliche Behandlung.

(2) Ein bestimmter persönlicher, wirtschaftlicher oder gesundheitlicher Erfolg wird nicht geschuldet; Heilversprechen werden nicht abgegeben. Methoden werden sorgfältig ausgewählt und mit dem Klienten abgestimmt.

(3) Der Klient informiert die Praxis über Umstände, die für eine sichere Durchführung erkennbar wesentlich sind, und wirkt angemessen mit. Bei akuten Krisen, Selbst- oder Fremdgefährdung ist unverzüglich geeignete medizinische oder behördliche Notfallhilfe in Anspruch zu nehmen.

§ 3 Termine und Durchführung

(1) Bestätigte Termine sind verbindlich. Änderungen und Absagen sind der Praxis so früh wie möglich mitzuteilen.

(2) Online-Sitzungen können über einen zuvor vereinbarten Videodienst stattfinden. Der konkrete Anbieter und die wesentlichen Datenschutzinformationen werden vor der Nutzung mitgeteilt. Der Klient sorgt für eine geeignete Internetverbindung, Technik und eine ungestörte Umgebung.

(3) Bei offenen, fälligen Forderungen darf die Praxis weitere Termine nach vorheriger Mitteilung bis zum Ausgleich zurückstellen, soweit dem keine zwingenden gesetzlichen Rechte entgegenstehen.

§ 4 Vergütung, Preise und Fälligkeit

(1) Es gelten die bei Buchung mitgeteilten beziehungsweise auf der Preisseite ausgewiesenen Preise. Soweit Netto- und Bruttopreise angegeben sind, zahlen Verbraucher den ausgewiesenen Bruttopreis einschließlich gesetzlicher Umsatzsteuer; Unternehmer zahlen den Nettopreis zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer.

(2) Für Termine ab 20:15 Uhr sowie an Wochenenden kann der auf der Preisseite ausgewiesene Zuschlag von 15 Prozent auf das Netto-Grundhonorar berechnet werden. Verfügbare Ermäßigungen, Nachweise und Ausschlüsse einer Kombination richten sich nach der jeweils bei Vertragsschluss veröffentlichten Preisliste.

(3) Das Honorar ist vor oder unmittelbar nach der Sitzung fällig; bei Rechnung gilt die dort angegebene Frist. Eine angemessene Vorauszahlung kann insbesondere für Pakete, längere Termine oder nach Zahlungsverzug vereinbart werden.

(4) Zulässige Zahlungsarten werden bei Buchung mitgeteilt. Ratenzahlung bedarf einer gesonderten Vereinbarung in Textform. Hinweise zur steuerlichen Absetzbarkeit sind unverbindlich und ersetzen keine Steuerberatung.

§ 5 Absage, Nichterscheinen und Ausfallhonorar

(1) Eine Absage ist bis 48 Stunden vor Terminbeginn kostenfrei. Bei einer Absage zwischen 48 und 24 Stunden vor Beginn werden 50 Prozent, innerhalb von 24 Stunden vor Beginn oder bei Nichterscheinen 100 Prozent des vereinbarten Honorars als pauschalierter Ausfallschaden berechnet.

(2) Dem Klienten bleibt ausdrücklich der Nachweis gestattet, dass überhaupt kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist. Der Praxis bleibt der Nachweis eines höheren tatsächlichen Schadens vorbehalten. Ersparte Aufwendungen und eine mögliche anderweitige Terminvergabe werden angerechnet.

(3) Bei einer akut eingetretenen, unverschuldeten Erkrankung oder einem Unfall entfällt das Ausfallhonorar, wenn die Praxis unverzüglich informiert und der Hinderungsgrund auf berechtigtes Verlangen glaubhaft gemacht wird. Umbuchungen innerhalb der Fristen werden wie Absagen behandelt, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wird.

(4) Muss die Praxis einen Termin absagen, entstehen dem Klienten hierfür keine Kosten. Bereits gezahlte Beträge werden erstattet oder auf Wunsch auf einen Ersatztermin angerechnet. Weitergehende gesetzliche Ansprüche bleiben unberührt.

§ 6 Pakete, Gutscheine und Raten

(1) Pakete sind grundsätzlich vorab zu bezahlen, soweit nichts anderes vereinbart ist. Bei vorzeitiger Beendigung werden bereits genutzte Termine zum vereinbarten Einzelpreis abgerechnet; ein verbleibendes Guthaben wird erstattet, soweit keine gesetzlichen oder individuell vereinbarten Gründe entgegenstehen.

(2) Gutscheine sind übertragbar und verjähren grundsätzlich nach den gesetzlichen Vorschriften. Eine Barauszahlung ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig; Restbeträge bleiben als Guthaben bestehen.

(3) Bei vereinbarter Ratenzahlung gelten der Ratenplan und die gesetzlichen Folgen des Zahlungsverzugs. Rücklastschriftkosten sind nur in tatsächlich angefallener und rechtlich erstattungsfähiger Höhe zu ersetzen.

§ 7 Zahlungsverzug

(1) Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen. Sie betragen bei Verbrauchern fünf Prozentpunkte und bei Unternehmern neun Prozentpunkte über dem jeweiligen Basiszinssatz. Die gesetzliche Verzugspauschale nach § 288 Abs. 5 BGB wird nur gegenüber Unternehmern und nur in den gesetzlich vorgesehenen Fällen erhoben.

(2) Erstattungsfähig sind nur notwendige und rechtlich zulässige Kosten einer zweckentsprechenden Rechtsverfolgung. Für einfache Mahnungen wird keine starre Pauschale erhoben; ein nachweisbarer erforderlicher Schaden kann nach den gesetzlichen Regeln verlangt werden.

§ 8 Aufrechnung und Zurückbehaltung

Der Klient darf mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Gesetzliche Rechte, insbesondere wegen Ansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis, bleiben unberührt.

§ 9 Vertraulichkeit, Dokumentation und Datenschutz

(1) Personenbezogene Informationen werden vertraulich behandelt. Eine Weitergabe erfolgt nur mit wirksamer Einwilligung oder wenn eine gesetzliche Pflicht beziehungsweise Befugnis besteht.

(2) Soweit eine Dokumentation geführt wird, gelten die gesetzlichen Auskunfts- und Datenschutzrechte. Eine erste Kopie personenbezogener Daten ist nach Art. 15 Abs. 3 DSGVO grundsätzlich unentgeltlich. Für weitere Kopien kann nur ein angemessenes Entgelt auf Grundlage der Verwaltungskosten verlangt werden.

(3) Ergänzende Informationen enthält die Datenschutzerklärung.

§ 10 Haftung

(1) Die Praxis haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei schuldhafter Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit und in allen Fällen zwingender gesetzlicher Haftung.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht ist die Haftung auf den vertragstypischen, bei Vertragsschluss vorhersehbaren Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Klient regelmäßig vertrauen darf.

(3) Die vorstehenden Regelungen gelten auch zugunsten gesetzlicher Vertreter und Erfüllungsgehilfen. Zwingende Verbraucherrechte bleiben unberührt.

§ 11 Widerrufsrecht für Verbraucher

(1) Bei einem im Fernabsatz oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Vertrag steht Verbrauchern grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen ab Vertragsschluss zu. Die gesonderte Widerrufsbelehrung geht diesen AGB vor.

(2) Verlangt der Verbraucher ausdrücklich, dass die Dienstleistung vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, kann bei einem späteren Widerruf Wertersatz für die bis dahin vertragsgemäß erbrachte Leistung nach § 357a Abs. 2 BGB anfallen. Bei vollständiger Leistung erlischt das Widerrufsrecht nur unter den Voraussetzungen des § 356 Abs. 5 BGB, insbesondere nach ausdrücklicher Zustimmung zum vorzeitigen Beginn und Bestätigung der Kenntnis vom Erlöschen bei vollständiger Vertragserfüllung.

(3) Ein Widerruf kann beispielsweise per E-Mail an kontakt@praxis-bewusst-sein.com oder postalisch an Praxis Bewusst-Sein, Backesweg 61a, 63477 Maintal erklärt werden. Dafür genügt eine eindeutige Erklärung mit Angaben zum Vertrag, Name, Anschrift und Datum. Das gesetzliche Muster-Widerrufsformular kann verwendet werden, ist aber nicht vorgeschrieben.

§ 12 Urheberrecht

Von der Praxis bereitgestellte Arbeits- und Übungsmaterialien sind urheberrechtlich geschützt und nur für den eigenen Gebrauch des Klienten bestimmt. Eine Veröffentlichung, Bearbeitung oder Weitergabe ist ohne vorherige Zustimmung nur im Rahmen zwingender gesetzlicher Schranken zulässig.

§ 13 Verbraucherstreitbeilegung

Die Praxis ist weder verpflichtet noch bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen. Der frühere Hinweis auf die EU-Plattform zur Online-Streitbeilegung entfällt, da diese Plattform eingestellt wurde.

§ 14 Rechtswahl und Schlussbestimmungen

(1) Es gilt deutsches Recht. Zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, bleiben unberührt.

(2) Für Kaufleute, juristische Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliche Sondervermögen wird Maintal als Gerichtsstand vereinbart, soweit dies gesetzlich zulässig ist. Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.

(3) Individuelle Vertragsabreden haben nach § 305b BGB Vorrang vor diesen AGB. Änderungen des Vertrags können in Textform dokumentiert werden; gesetzliche Formvorschriften und der Vorrang von Individualabreden bleiben unberührt.

(4) Sollte eine Bestimmung ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften.